Energiesparlampen

Das Leben einer Energiesparlampe hat drei Phasen: Herstellung, Betrieb und Entsorgung.
Durch die Auslagerung der Produktion in Länder, deren Bedingungen wir nicht wirklich kennen können, entfällt eine entsprechende herstellungsbedingte Umweltbelastung bei uns. Wir müssen uns innerhalb unserer eigenen Grenzen also »nur« noch um die Energie- und Umwelt-Aspekte während des Betriebs und der Entsorgung kümmern. Was die Betriebszeit anbelangt, so ist die Energiesparlampe tatsächlich zwischen zwei und fünfmal effizienter, wenn man die reinen lichttechnischen Messwerte zugrunde legt. differenziert man jedoch zwischen einer objektiven (messbaren) und einer subjektiven (gefühlten) Helligkeit, kann dieses Verhältnis schon wieder anders aussehen. Mittlerweile gibt es Entsorgungsstrassen, die eine umweltschonende Wiederverwertung sicherstellen sollen. Jeder, der schon einmal dem nächsten kommunalen Wertstoffhof einen Besuch abgestattet hat, kann feststellen, wie unrealistisch es ist, davon auszugehen, dass dies einer umweltschonenden Entsorgung entspricht.

Energiesparlampen (Kompaktleuchtstofflampen) sind in der Lichtqualität vergleichbar mit Leuchtstoffröhren. Das Licht einer 22-Watt-Energiesparlampe entspricht laut den Herstellerangaben der Leuchtmittelindustrie in etwa einer 75-Watt Glühbirne. Lampen mit Schraubgewinde haben ein eingebautes Vorschaltgerät, bei Stecklampen (Kompaktleuchtstofflampen) muß ein Vorschaltgerät in der Leuchte vorhanden sein.
Das erforderliche Schaltnetzteil der Kompaktleuchtstofflampen erzeugt elektromagnetische Impulse von 40.000 Hertz und 100 Hertz, die ein sehr belastendes Flimmern darstellen. Energiesparlampen-Frequenzen überlagern sich mit Bildschirm-Abstrahlungen, was zu heftigen Flimmereffekten führen kann. Die elektrischen Wechselfelder der Energiesparlampen überschreiten die TCO5-Zertifizierung für strahlungsarme Bildschirme. Eine einzige Sparlampe am Arbeitsplatz macht also den Effekt eines strahlungsarmen Bildschirms zunichte.


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Abb.: unterschiedliche Lichtfarben: warmweiß, kaltweiß und Tageslichtweiß

Ausnahme: Megamann bietet in seiner Modellreihe »Sensible« abgeschirmte Kompaktleuchtstofflampen an, bei denen die elektrischen Feldstärken um 90% reduziert sind. Diese schneidet bei Stiftung Warentest nur mit der Note »befriedigend« (3,5) ab. Die Lichttechnischen Eigenschaften, die als wichtigste Eigenschaften eines Leuchtmittels beurteilen werden, wurden ebenfalls nur mit einem »befriedigend« (3,0) beurteilt.

Da in der Öffentlichkeit der Eindruck entsteht, die Sparlampe würde zu 100% Energie in Licht umsetzen, muss erwähnt werden, dass der Wirkungsgrad bei den Sparlampen nur bei 25 bis 35% liegt, denn da verwandelt das Vorschaltgerät viel Energie in Wärme. Neueste Halogenglühlampen haben mitunter schon einen Wirkungsgrad von 15% und eine Lebensdauer von 5.000 Stunden. Wenn Glühlampen gedimmt werden, erhöht sich ihre Lebensdauer exponentiell, d.h. ein Herabdimmen der Lampe um 50% vervierfacht ihre Lebensdauer. So kann es kommen, dass im Wettstreit um die Lebensdauer eine gute Halogenlampe die Sparlampe um Längen schlägt. Wer seine Glühlampen grundsätzlich auf den zur Orientierung oder zum Wohlfühlen nötigen Wert dimmt, hat eine wirtschaftliche Alternative zu den Sparlampen geschaffen, bei deutlich überlegener Lichtqualität. Man nimmt eine stärkere Wattage (z.B. 100 Watt), die dann weit herunter gedimmt wird.
Die Energiesparlampe jedoch ist in ihrer Produktion schon keine Sparmaßnahme, denn ihr Herstellungsaufwand ist vierzigfach höher als der einer einfachen Glühlampe und noch dreissigfach höher als der einer guten Halogenglühlampe. Für die braucht man nur Glas, Blech, Zinn, für die Wendel wenig Edelmetall und etwas Halogengas als Füllung. Die Sparlampe will daneben noch Quecksilber, Blei, Antimon, Barium, Yttrium, Arsen, Phosphor, Zink-Beryllium-Silkate, Cadmiumbromide, Vanadium, Thorium, etc. pp. Wenn die, die sich um das Wohl der Welt sorgen, bedenken, unter welchen Umständen diese seltsamen und seltenen Stoffe abgebaut werden, kann man dem Produkt Energiesparlampe wirklich kein ökologisches Prädikat mehr anhängen.
Die Energiesparlampe am Arbeitsplatz, am Bett oder neben dem Sofa beschert uns eine gefährlich höhere Hochfrequenzstrahlung (etwa das Dreifache einer alten Fernsehröhre).
„Energiesparlampen – das Ende einer Erfolgsgeschichte“ prangt auf dem Oktober-Titel von »Öko-Test«, in dem die niederschmetternden Testergebnisse präsentiert werden.
Allen geprüften Energiesparlampen bescheinigen die Tester eine schlechte Lichtqualität. Außerdem erreichten die meisten längst nicht die Helligkeit der 60-Watt-Glühlampe, die sie ersetzen sollten, verbrauchten mehr Strom und gingen weit vor Ihrer kaputt als angegeben. Fazit: „Energiesparlampen sind kein wirklicher Fortschritt und keine Alternative zu Glühlampen.“
Der erste gibt bereits nach 3.300 Schaltzyklen auf. Nach 6.000- bis 7.000-mal An- und Ausschalten verabschiedet sich das Gros der Prüflinge. Selbst Markenlampen wie Osram Dulux Superstar halten im Schalttest nur 7.200 bis 12.000 Zyklen durch, was einer Brenndauer von nur 120 bis 200 Stunden entspricht. Immerhin: Im Dauertest bringen es die beiden Osram-Prüflinge auf rund 7.500 Stunden – allerdings sind auch dies 2.500 Stunden weniger als auf der Packung angegeben. Ein solcher Käufer ahnt auch kaum, dass es sich bei der auf den Packungen gedruckten Brenndauer lediglich um die durchschnittliche Lebenserwartung (mittlere Lebensdauer) handelt. Und die definieren Hersteller wie Osram als jenen Zeitpunkt, an dem bei ihrer eigenen Prüfung die Hälfte ihrer Produkte ausgefallen ist.

KLL + GL Kopie

Energiesparleuchten greifen sich lediglich einige Spitzen aus dem Farbspektrum heraus. Dazwischen fallen viele Farbnuancen einfach weg“, Tatsächlich dürfen Energiesparlampen laut Gesetz nicht im Hausmüll landen, weil jede zwei bis fünf Milligramm Quecksilber enthält – ein extrem leitfähiges, aber hochgiftiges Schwermetall, für das Lampenentwickler bislang keinen Ersatz finden konnten. Bereits heute sind im Ladenpreis jeder Energiesparlampe 16 Cent Entsorgungsgebühr enthalten. Nach Schätzungen werden momentan 90% der Energiesparlampen nicht umweltgerecht entsorgt. Rechnet man diese Recycling-Quote auf die EU hoch, gelangen so rund 340 bis 860 Kilogramm eines Schwermetalls in die Umwelt, von dem ein einziges Milligramm aus-reicht, um 5300 Liter Trinkwasser zu verseuchen.* Jahr für Jahr.
Dabei hatte die EU-Kommission den Einsatz des silbrig weißen Elements erst kürzlich flächendeckend verboten. „Quecksilber und seine Verbindungen sind hochgiftig für Menschen, Ökosysteme und wild lebende Tiere“, warnten die Fachleute der EU-Kommission in ihrer Begründung. „Hohe Dosen können für den Menschen tödlich sein, aber auch relativ niedrige Mengen können bereits ernsthafte Entwicklungsstörungen des Nervensystems verursachen.“

Seit April 2009 dürfen in der EU keine Fieberthermometer und keine Barometer mit Quecksilber mehr verkauft werden. Energiesparlampen schon. Denn aus Sicht der EU-Beamten sind sie das kleinere Übel. Denn auch Kraftwerke, die Kohle zur Stromerzeugung verbrennen, blasen das Schwermetall in die Luft. Wird nun eine Energiespar- statt einer Glühlampe an ein Netz gehängt, das mit Kohlestrom gespeist wird, sinkt – wie ein Wissenschaftlerteam der Yale University errechnet hat – der Quecksilberausstoß insgesamt. Denn die Energiesparlampe spart Strom und damit Kohle.
Diese Rechnung geht allerdings nur dann auf, wenn die Herstellerangaben zu Lebensdauer und Stromverbrauch der Energiesparlampen tatsächlich stimmen. Auch deshalb birgt Wolfgang Herters Test eine derartige Sprengkraft. Außerdem setzen die EU-Mitgliedsstaaten ganz unterschiedlich viel Kohle zur Stromerzeugung ein. In Polen, wo 92 Prozent der Elektrizität aus Kohlekraftwerken stammen, fällt die Ökobilanz ein und derselben Lampe daher ganz anders aus, als in Deutschland mit 42 Prozent Kohlestrom oder Frankreich mit gerade mal vier Prozent. Heute, fast ein Vierteljahrhundert nach ihrer Markteinführung, kaufen die Europäer immer noch sechsmal so viele Glühlampen wie Energiesparlampen. Im vergangenen Jahr stagnierte der Umsatz mit dem vermeintlichen Sparwundern sogar.

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Abb.: im Durchschnitt enthält eine Energiesparlampe 32 Bauteile

Energiesparlampen haben zunächst ein ästhetisches Problem wie alle Leuchtstoffröhren, denn sie erzeugen ein fluoreszierendes Licht mit einer Wellenlänge, die uns fremdartig erscheint, da wir seit Urzeiten stammesgeschichtlich an brennendes Licht gewöhnt sind. Blitz, Sonnenlicht, Feuer oder Glühbirne – all das ist brennendes Licht. Fluoreszenzlicht dagegen kommt in der Natur allenfalls als Nordlicht, Glühwürmchen oder an diversen Tiefseefischen oder Quallen vor.

Nachteile vor der Produktion

• Produktion (Umwelt, Arbeiter – Quecksilbervergiftungen)
• Produktion in Asien (EU-Quecksilberverbot)

Lichttechnische Nachteile während des Gebrauchs

• Die Dimmbarkeit des Leuchtmittels
• Kompaktleuchtstoffröhren benötigen eine lichttechnisch bedingte Einbrennzeit von 100 Std. (vier Tage lang), um die maximale Lebensdauer erreichen zu können
• angegebene Wattzahlen sind „aufgehübscht“ (z.B. 11W sind inklusive Vorschaltgerät bis zu 25W)
• das Flimmern kann Störsignale erzeugen (z.B. Fehlschaltungen von Infrarotfernbedienungen)
• Anlaufzeit, Startverhalten
• Schaltvorgänge verkürzen die Lebensdauer
• Ausleuchtung der Lampen ist unausgewogen
• Farbwiedergabeindex Ra / diskontinuierliches Farbspektrum
• teure Zusatzkomponenten (Installationskosten)
• temperaturabhängige Helligkeit
• die Größe des Leuchtmittels im Vergleich zu der Glühbirne
• Brennstellung wirkt sich negativ auf die Lebensdauer aus

Gesundheitliche Probleme

• Bruchgefahr: aus zerbrochenen Lampen entweicht gasförmiges Quecksilber
• Elektrosmog / elektromagnetisches Feld; empfehlen einen Sicherheitsabstand von 1,5 m
• Flammschutzmittel und andere Giftstoffe entweichen aus dem Sockel
• Unterdrückung der Melantoninausschüttung
• Flimmern kann zu Kopfschmerzen führen
• Quecksilber, Blei, Antimon, Barium, Yttrium, Arsen, Phosphor, Zink-Beryllium-Silkate, Cadmiumbromide, Vanadium, Thorium etc.

Nach dem Gebrauch

• Sondermüll
• keine „Endlösung“; lediglich Zwischenlager dienen zur Aufbewahrung (Steuerzahler)
• ca. 90% wurden in den letzten Jahren nicht korrekt entsorgt
• erhöhte Transportkosten der Entsorgung (Steuerzahler)

Quellen

http://www.lichtbiologie.de/LICHT%20Vollversion.pdf
http://www.j-lorber.de/shm/licht/kunstlicht.htm
http://www.saty.de/energiesparlampen.html
http://www.brandeins.de/magazin/bewegt-euch/aus-der-fassung.html

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